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Nikon D7000 vs. D90 - Revolution oder Evolution?

Es überraschte einige Leute als im September die D7000 angekündigt wurde. Obwohl ein D90-Nachfolger seit einiger Zeit am Horizont sichtbar war, hatte keiner geahnt, wie nah die neue Kamera hinsichtlich ihrer Spezifikationen zu der D300S sein würde. In der Tat, in gewisser Hinsicht übertrifft die D7000 tatsächlich ihren (angeblich) semi-profesionellen Cousin, und bietet eine überzeugende Upgrade-Option für D90- als auch D300S-Besitzer, während es nominell in Nikon's aktueller Aufstellung zwischen den beiden sitzt.

Das schnelle Wachstum des Spiegelreflexkamera-Marktes hat, wie es schien, zu einem Wildwuchs von verschlankten digitalen Spiegelreflexkameras geführt, die als Anfänger-Spiegelreflexkameras dienten, oder mit ein paar Upgrades erweitert wurden, um neue Interessenten zu locken. Allerdings gab es keine echte Innovation der digitalen Spiegelreflexkamera. Das Gegenteil geschah mit den Systemkameras, wie zum Beispiel des Micro-Four-Thirds-Standards, Sony Alpha NEX und der Samsung NX-Serie. Ist die Nikon D7000 wirklich eine Innovation oder ist sie eine Evolution?

Mein Grund für die Anschaffung einer D7000 war, um zur Not oder nur für gelegentlichen Gebrauch, einen Ersatz zu meiner D700 zu haben. Ich hatte ursprünglich eine Nikon D90, jedoch fand ich den Auto-Fokus zu schwach, vor allem nach der Verwendung der D700. Ich weiß, es ist kein fairer Vergleich zwischen den beiden, aber wenn man einmal von dem 51-Punkt Autofokus-System verwöhnt wurde, ist es schwer wieder zurückzugehen. Außerdem hatte die D90 ein großes Frontfokus-Problems mit einigen meiner Objektive, das mich verrückt machte.

Mein erster Eindruck ist, dass die Nikon D7000 eine Evolution ist: Es ist eine Spiegelreflexkamera mit vielen neuen und verbesserten Funktionen. Die Nikon D7000 ist mit einem völlig neu entwickelten CMOS-Sensor im DX-Format mit effektiven 16,2 Megapixel ausgestattet. Dieser neue Bildsensor ist sehr viel empfindlicher und liefert ein Basis-ISO-Bereich von 100-6400 ISO mit der Möglichkeit die Empfindlichkeit bis zu ISO 25600 zu boosten.

Hinsichtlich der Konstruktion liegt die Nikon D7000 zwischen der Nikon D90 (alles aus Kunststoff) und der Nikon D300 (alles aus Magnesium-Legierung) - die Oberseite und die Rückseite der Kamera sind aus Magnesium-Legierung, während die Front und die unteren Teile aus Kunststoff sind. Nikon wollte die Kamera robust machen, jedoch ohne dem Nutzer zu viel Gewicht aufzubürden, weshalb auch nur die am häufigsten verwendete Teile der Kamera den zusätzlichen Schutz haben. Das war sicherlich eine gute Entscheidung, denn die D7000 ist nur 70 Gramm schwerer als die D90.

Nikons automatisches Weißabgleich-System wurde in der Vergangenheit als zu effizient und die Wiedergabe der Lichtwärme als zu neutral bewertet. Nikon hat dem gewissermaßen durch die Zugabe zweier AWB-Modi der Nikon D7000 entgegengesteuert, von denen eines speziell entworfen wurde, um einige warme Farbtöne beizubehalten. Der Modus tut einen ziemlich guten Job. Aber wie immer gilt, die besten Ergebnisse erzielt man nur durch fotografieren im RAW-Format, um sicherzustellen, die maximale Datenmenge zu erfassen, und nach der Aufnahme durch Feinanpassung und Bildbearbeitung alles rauszuholen, was nur möglich ist.

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